Mythos Abnehmen ohne Verzicht | Zuckergewitter.de

{Auf der Suche nach der schlanken Linie} Der Mythos vom Abnehmen ohne Verzicht

Habt ihr diesen Satz nicht auch schon tausend Mal gelesen? Ich will wirklich nicht wissen, wie oft ich ihn tatsächlich gelesen oder gehört habe.

In letzter Zeit habe ich euch hier mehrfach erzählt, was man alles tolles tun kann, damit man wie der Champion vom Dienst abnimmt. Bäbäääm, wir sind die Besten. Aber mal ehrlich, reden kann jeder. Und vor allem kann jeder sagen, wenn du es richtig machst, dann musst du auch auf nichts verzichten.

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Lüge – sorry, aber das ist das einzig Wahre, was man dazu sagen kann. Und seit ich an diesem Punkt angekommen bin, geht es mir viel viel besser. Wer hat sich eigentlich diesen Schwachsinn ausgedacht, dass jemand, der jahrelang falsch und meistens auch zu viel gegessen hat, zu einem schlanken und gesunden Lebensstil finden könnte, ohne verzichten zu müssen? Das ist schon fast blanker Hohn und von der Wahrheit weit entfernt.

Denn wenn wir zuerst einmal ehrlich zu uns sind, dann wissen wir, was wir da vorher jeden Tag gegessen haben ist nicht gesund, auch wenn es schweinemäßig lecker war, jeder einzelne Bissen. Aber er war zu viel und deshalb sind die Kilos jetzt da wo sie eben sind – auf den Hüften und überall sonst gleichmäßig verteilt.

Was muss ich also tun, um abzunehmen? Richtig, ich muss auf diesen ganzen Müll verzichten. VERZICHTEN, da ist es doch schon, das böse Wort. Niemand sagt, dass ich nie wieder Schokolade oder Kuchen oder Chips essen darf, aber es ist doch glasklar, dass ich auf die alten Mengen verzichten muss. Daran führt kein Weg vorbei.

Wenn ich mit einem ungesunden Gewicht oder Lebensstil eine Ernährungsumstellung beginne, dann muss mir klar sein, dass jedes Versprechen, dass ich auf nichts verzichten muss, eine Lüge oder meinetwegen auch ein gnadenlos übertriebener Euphemismus ist. Wenn ich vorher täglich eine Tafel Schokolade gegessen habe, kann ich das nicht weiter tun, wenn ich gesund abnehmen will. Dann kann ich vielleichtweiterhin einen Riegel davon essen, aber auf den Rest der Tafel muss ich verzichten.

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Rein technisch ist es ein Entzug. Der Konsum von Zucker ruft im Gehirn ähnliche Reaktionen hervor, wie manche Drogen das tun. Zucker ist also sowas wie eine Droge und macht uns süchtig, wir wollen immer mehr. Was nicht süß genug ist, das schmeckt nicht. Wer also abnehmen will, der greift plötzlich zu zucker- und fettarmen Lebensmitteln, die irgendwie nach viel weniger schmecken und den Zuckerbedarf nicht decken. Der Körper reagiert mit der lauten Forderung nach ordentlichen Zuckerportionen.

Deshalb sind alle Tipps und Tricks, die ich oder sonst jemand euch geben kann, auch nur eine Hilfe, den Verzicht und den Weg, eine Ernährungsumstellung zu leben, zu erleichtern.

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Und deshalb verfehlt auch die Frage, die so gerne aus dem Umfeld kommt: „Dann kannst du ja nie wieder normal essen oder?“, ihren Sinn. Ich habe vorher nicht normal gegessen, sondern viel zu viel vom Falschen. Normal esse ich erst, sobald ich mein Wunschgewicht erreicht habe und dann daran arbeite, es zu halten. Dann erst werde ich zum ersten Mal in meinem Leben wirklich normal essen.

Aber dafür muss ich zuerst einmal verzichten. Man könnte auch sagen, einen Entzug machen, denn nichts anderes ist es ja irgendwie. „Nichts, was sich wirklich lohnt, ist einfach.“

Und wisst ihr was? Es lohnt sich so sehr! Jeder Schokoriegel, der liegen bleibt. Jede Möhre, die man statt Chips knabbert. Ich habe meinen halben Weg jetzt geschafft und ich weiß nicht, ob ich mich mehr darüber oder über meinen Abschluss freue. Das Leben ist einfach so viel besser ohne diese überflüssigen Kilos und dafür hat es sich gelohnt, zu verzichten.

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Machts euch trotzdem schön!

 

Sonnige Grüße, Caro

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